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WAZ Erle - Schule erhält robusten Kunststoff

Um­ge­stal­tung kos­tet rund 50.000 Euro
Die Kos­ten für die Um­ge­stal­tung der Ra­sen­spiel­flä­che hin­ter der As­trid-Lind­gren-Schu­le schätzt die Stadt auf rund 50.000 Euro.

DIESE MAßNAHME wird aus der Bil­dungs­pau­scha­le fi­nan­ziert und soll noch in die­sem Jahr um­ge­setzt wer­den.

WIE SEHR BEWEGUNG in den Schullall­tag ein­ge­baut ist, ver­deut­licht das „grüne Klas­sen­zim­mer“ der Schu­le. Es ist bei tro­cke­nem Wet­ter zwi­schen den Os­ter- und Herbst­fe­ri­en ge­öff­net und lädt mit Sand­kas­ten, Klet­ter­berg, Rut­sche, Klet­ter­wand und Tisch­ten­nis­plat­te zum Spie­len und Toben in den Pau­sen ein.
he hinter der Astrid-Lindgren-Schule an der Heinrichstraße in Erle-Middelich.

Das satte Grün einer Rasenfläche dauerhaft zu erhalten, daran ist schon so manch ein Hobbygärtner gescheitert. Auch die Fachleute von Gelsendienste kennen eine ganz besondere gärtnerische Herausforderung: die 
Weil sie der Nutzung durch die Schülerinnen und Schüler nicht standgehalten hat, soll sie jetzt ersetzt werden – durch eine robuste und wetterbeständige Kunststoffoberfläche. Diesem Plan der Stadtverwaltung hat die Bezirksvertretung Ost in ihrer jüngsten Sitzung zugestimmt.

Rasen wurde zu sehr beansprucht
Ob Pausensport oder Bewegungsangebote im oder nach dem Unterricht: Die Gemeinschaftsgrundschule versteht sich als „Bewegte Schule“.
Doch in der Vergangenheit ließ sich das pädagogische Ziel des ausgewiesenen Schulprogramms nicht immer erreichen. Gründe für eine vorübergehende Sperrung der etwa 250 Quadratmeter großen Fläche gab es in der Vergangenheit viele: mal wurde der Rasen zu sehr beansprucht, mal sorgten Wetter und Erholungszeiten für eine Sperrung. Was umso ärgerlicher war, weil der Rasen naturbedingt nur in der Zeit zwischen April und September genutzt werden konnte.

80 Prozent Erdreich, 20 Prozent Rasen
Besonders deutlich fielen die Probleme mit dem Naturrasen im vergangenen Jahr auf, als diese Fläche für den Schulbetrieb nur für etwa 18 Wochen zur Verfügung stand und für die restliche Zeit gesperrt werden musste.
Kontinuierlich entwickelte sich der Rasenanteil zurück: Heute besteht die Fläche zu 80 Prozent aus Erdreich, Rasen ist dort nur noch zu 20 Prozent vorhanden. Versuche, Rasennachsaat zum Sprießen zu motivieren, scheiterten jedes Jahr aufs Neue.

Wetter- und alterungsbeständig
Um das Areal als Spielfläche für die Schülerinnen und Schüler dauerhaft zu erhalten, soll die betreffende Fläche noch in diesem Jahr eine kunststoffgebundene Oberfläche erhalten. Sie besteht aus einer weichen und nachgebenden Fläche, die wetter- und alterungsbeständig ist. Nachdem die Bezirksvertretung Ost jetzt eine grundsätzliche Entscheidung über die Umgestaltung der Rasenspielfläche getroffen hat, muss vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten die Schule noch ihr Votum abgeben. Sie darf darüber befinden, ob die Kunststoffoberfläche rot, blau oder grün ausfallen soll.
Den Naturrasen durch einen Kunstrasens zu ersetzen, wie er inzwischen auf zahlreichen Sportplätzen zu finden ist, kommt für die Stadt nicht infrage. Kunstrasen gilt als sehr pflege- und kostenintensiv.
 
Fotos copyright by Astrid-Lindgren-Schule